Penang – Street Art im asiatischen Mikrokosmos

Es ist nicht unwahrscheinlich, dass du das Titelbild dieses Blogbeitrages irgendwo schon mal gesehen hast. Was hat das Titelbild mit Malaysia zu tun? Bevor ich  in Penang / George Town landete, hatte ich keine Ahnung, was es dort zu entdecken gab. Ich war es gewohnt alles zu planen und vor Reisen ziemlich genau zu wissen, wo ich was sehen wollte. Auf dieser Reise war alles ein klein wenig anders 🙂 Malaysia hat sich in der Region Penang/George Town von einer wunderbar vielfältigen Seite gezeigt.

Wir fuhren von Thailand über die Grenze nach Malaysia. Am Grenzübergang stiegen wir aus dem Bus aus, gingen zu Fuß über die Grenze und stiegen auf malaysischer Seite in jenen Bus, der uns an unser Ziel bringen sollte. Es gab sogar kostenloses Wifi auf dem Bus! Bin mir nicht ganz sicher, ob das bereits als Luxus oder doch als Notwendigkeit gilt. Die Fahrt dauerte immerhin ein paar Stunden.

George Town in Penang, Malaysia, hat sich mit Street Art einen Namen gemacht. Im Rahmen des George Town Festivals of Arts and Culture 2012 „Mirrors George Town“ malte der litauischer Künstler Ernest Zacharevic die seit dem vielfach fotografierten Street Art Kunstwerke in den Strassen von George Town/Penang. In der Stadt, die auch zu einer der UNESCO Weltkulturebe-Stätten zählt, gibt es mittlerweile zahlreiche mehr oder weniger gut erhaltene Street Art Installationen entlang diverser Strassenzüge.

Street Art, Penang / George Town / Malaysia

Street Art, Pengang / George Town / Malaysia

Diese Street Art Installationen und Wandbemalungen ziehen Interessierte magnetisch an. Sie zeigen primär Ausschnitte aus dem alltäglichen Leben und laden geradezu ein, sich mit ihnen auseinander zu setzen. Das liegt zum einen an den lebhaften Darstellungen. Aber auch an den Installationen, wie einem Rad oder einem Basketballkorb.

Besonders beeindruckt war ich von der Art und Weise wie die Street Art in die natürliche Umgebung eingebettet ist.

Ob es das Kind ist, das sich an den Fenstern abstützt oder der ältere Mann auf einem Langboot, der gekonnt durch die Mauer durch navigiert. Selbst die unebenen Wandoberflächen, herabfallende Fassadenteile scheinen Teil des Kunstwerkes zu sein. Und dazu gehört auch die Vergänglichkeit.

Denn diese Form der Kunst ist nicht für die Ewigkeit ausgelegt.

Street Art, Pengang / George Town / Malaysia

Street Art, Pengang / George Town / Malaysia

Street Art, Pengang / George Town / Malaysia

Nun besteht George Town / Penang nicht primär aus Street Art. George Town ist nach Kuala Lumpur nicht nur die zweitgrößte Stadt in Malaysia. Aufgrund der geschichtlichen Entwicklung und weil hier einer der wichtigsten Handelsrouten liegt, prägt die Stadt ein ethnisch sehr vielfältiges Bild.

Deutlich wird das nicht nur bei der Erkundung des breitgefächerten Angebotes an Street Food. Hier treffen auch religiöse Einrichtungen für Christen, Muslime und Buddhisten zusammen. Man fühlt sich in einem asiatischen Mikrokosmos. Mich hat unter anderem der Kontrast zwischen den sehr trendigen Kaffeehäusern und den traditionellen Gebäuden erstaunt.

Choo Chay Keong Temple (Yap Kongsi Temple), Penang / George Town / Malaysia
Choo Chay Keong

Kek Lok Si Temple, Pengang / George Town / Malaysia
Kek Lok Si Temple

Das Strassenbild wird unter anderem von zahlreichen Chinesischen Tempeln geprägt. Viele davon können kostenlos besichtigt werden. Empfehlen kann ich unter anderem einen Besuch im Khoo Kongsi Tempel und dem Choo Chay Keong Tempel.

Wer ein wenig Zeit mitbringt, kann mit dem Bus oder mit dem Taxi in den Vorort von George Town / Penang namens Air Itam fahren. Dort gibt es den Kek Lok Tempel zu besichtigen. Es handelt sich um eine recht weitläufige Anlage und zudem den größten buddhistischer Tempel in Malaysia. Da wir mit dem Bus hinfuhren und das länger dauerte als geplant, konnten wir nach Sperrstunden nicht mehr zur Statue hinaufgehen. Doch selbst aus der Ferne konnte man die enormen Ausmaße der zentralen Kuan Yin Statue erahnen. Das ist sicherlich ein Ausflug, der sich lohnt. Wie auch ein Besuch in Penang selbst.

 

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